EuroSim - eine transatlantische Simulation
Das Europa-Institut veranstaltet in Zusammenarbeit mit einem Konsortium amerikanischer und europäischer Universitäten eine jährlich stattfindende Simulation der europäischen Entscheidungsprozesse, genannt EuroSim.
Die in englischer Sprache durchgeführte Veranstaltung bietet den Studierenden eine exzellente Gelegenheit, erworbenes Wissen und Fähigkeiten in der Praxis zu testen. EuroSim findet jedes Jahr abwechselnd an Universitäten in Europa und den USA statt.
EuroSim 2026
Vom 7. April 2026 bis zum 13. April 2026 nahm das Europa-Institut an EuroSim teil, das vom Center for European and Transatlantic Studies und dem Jean Monnet Centre of Excellence an der Virginia Tech in Alexandria, Virginia, organisiert wurde. Die Simulation selbst fand vom 9. bis zum 12. April 2026 statt.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Simulation des EU-Gesetzgebungsprozesses stand die Anpassung eines realen Entwurfs des Omnibus-I-Pakets für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) und der Richtlinie über die Sorgfaltspflicht von Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit (CSDDD). Für die Zwecke der Simulation wurde das Paket in „Regulatory Efficiency and Accountability Package“ (REAP) umbenannt. Die Studierenden des Europa-Instituts vertraten die Europäische Kommission und waren für die Ausarbeitung des Kommissionsvorschlags verantwortlich, der als Grundlage für den Gesetzgebungsprozess diente. Darüber hinaus übernahmen die Studierenden die Rollen von Abgeordneten in den Ausschüssen ENVI und ECON, eines Staatsoberhaupts im Europäischen Rat sowie eines stellvertretenden Vorsitzenden im Rat „Allgemeine Angelegenheiten“.
Das Team des Europa-Instituts erhielt drei Auszeichnungen von den EuroSim-Veranstaltern. Die Teilnehmerin, die die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, verkörperte, wurde für den wertvollsten Beitrag der Kommission ausgezeichnet. Die Teilnehmerin, die die Europaabgeordnete Sybille Berg (fraktionslos) spielte, erhielt zwei Auszeichnungen: als effektivste Debattiererin im ECON-Ausschuss und als insgesamt am besten vorbereitete Teilnehmerin.
Während der gesamten Simulation konnten die Studierenden ihre juristischen Kenntnisse und ihre rhetorischen Fähigkeiten anwenden, die sie am Europa-Institut erworben hatten, unter anderem in den Vorbereitungssitzungen in den Monaten vor der Veranstaltung. Ihr großes Engagement, ihre Teamarbeit und ihre Professionalität zeigten sich während der gesamten Woche und trugen maßgeblich zum Erfolg der Simulation bei.
Vor Beginn der Simulation hatte die Delegation zudem die Gelegenheit, Washington, D.C. zu erkunden und dabei Georgetown, die Library of Congress sowie das Smithsonian National Museum of Natural History zu besuchen. Nach der Simulation besuchten die Studierenden den Capitol Hill, und die Gruppe verbrachte einen Tag damit, die Altstadt von Alexandria zu entdecken. Die Reise bot eine reichhaltige Mischung aus akademischen Herausforderungen, kulturellen Erlebnissen und wertvollen Einblicken in europäische und amerikanische politische Institutionen.
EuroSim 2025
Vom 02. bis 05. Januar 2025 nahm das Europa-Institut an EuroSim teil, einer jährlichen Simulation europäischer Entscheidungsprozesse. Dieses Jahr wurde EuroSim von der Universität Antwerpen und dem STRATEGO Jean Monnet Centre of Excellence organisiert. Bei der diesjährigen Simulation eines EU-Gesetzgebungsverfahrens ging es darum, einen realen Entwurf für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die umfassende Verordnung zur Vermeidung von Pelletverlusten zur Verringerung der Verschmutzung durch Mikroplastik zu adaptieren. Die Studierenden des Europa-Instituts schlüpften in die Rollen der Berichterstatter:innen, Staatschef:innen, Minister:innen des Rates, Fraktionsvorsitzenden und verschiedener Minister:innen des Parlaments.
Das Team des Europa-Instituts erhielt drei Preise von den EuroSim-Organisator:innen. Zwei unserer Studierenden erhielten den Preis "Most Effective Debater" - einmal für die Darstellung der Europaabgeordneten Emma Wiesner (Renew Europe) und einmal für die Darstellung der Europaabgeordneten und Parteivorsitzenden Katri Kulmuni (ebenfalls Renew Europe). Zudem wurde die Teilnehmerin, die die Lobbyistin Patrizia Heidegger (Europäisches Umweltbüro) spielte, für den wertvollsten Beitrag einer NRO/Sonderrolle ausgezeichnet.
Während des Planspiels in Antwerpen konnte das Team sein juristisches Wissen und seine Fähigkeiten, in der Öffentlichkeit zu sprechen, anwenden, die es in den Vorbereitungssitzungen am Europa-Institut erworben hatte. Das gesamte Team arbeitete sehr hart und engagiert und kooperierte gut mit den anderen Teilnehmenden, um die Simulation als Ganzes zu einem Erfolg zu machen.
Leider war es dem Team aufgrund des Zeitpunkts der diesjährigen Simulation nicht möglich, an den extracurriculären Aktivitäten vor der Simulation teilzunehmen. Nach der Simulation und vor der Rückkehr nach Saarbrücken verbrachten die Studierenden und ihre Betreuer:innen jedoch einige Stunden mit der Erkundung der Stadt Antwerpen. Im nächsten Jahr wird Eurosim wieder in den Vereinigten Staaten stattfinden, diesmal im April 2026 in Washington, DC.
EuroSim 2024
Vom 10.04.2024 bis 14.04.2024 nahm das Europa-Institut an EuroSim teil, das von der State University of New York, College of Brockport organisiert wurde. Die diesjährige Simulation eines EU-Gesetzgebungsverfahrens beinhaltete die Anpassung eines realen Entwurfs für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur umfassenden Regulierung künstlicher Intelligenz (auch als AI Act bekannt). Die Studierenden des Europa-Instituts übernahmen unter anderem die Rolle der Kommission und waren dafür verantwortlich, den Kommissionsvorschlag für die Verordnung, der die Grundlage für das Gesetzgebungsverfahren bildete, zu entwerfen.
Das Team des Europa-Instituts erhielt von den EuroSim-Organisatoren zwei Preise. Zum einen wurde die Teilnehmerin, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spielte, für ihre konstruktive und engagierte Arbeit vor und während der Simulation geehrt. Zum anderen erhielt das Team des Europa-Instituts insgesamt am meisten Stimmen im Rahmen der einzelnen Kategorien und war somit das erfolgreichste Team.
Im Anschluss an die Simulation fuhr das Exkursionsteam noch nach New York City, um die restlichen drei Tage bis zum Rückflug nach Frankfurt in dieser pulsierenden Weltmetropole verbringen zu können. Dieser Teil der Reise wurde, und sollte auch, von den Teilnehmenden als Belohnung für ihre Mühen der Tage zuvor verstanden werden, enthielt aber vor allem auch spannende Exkursionen zu den Vereinten Nationen und der deutschen ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen. Bei beiden Institutionen erhielten die Studierende Einblicke in die Arbeitsweise der UN.
EuroSim 2023
Vom 3. bis 7. Januar 2023 haben neun Studierende des Europa-Instituts an EuroSim, einer der weltweit größten Simulationen von Entscheidungsprozessen in der Europäischen Union, teilgenommen.
EuroSim 2023 wurde von der University of South Wales in dem International Convention Center Wales ausgerichtet und versammelte fast 160 Studenten von 17 Partneruniversitäten von beiden Seiten des Atlantiks. In der Simulation verhandelten die Teilnehmer über eine Verordnung, die die auftretenden Belastungen durch verstärkte Klimaschutzmaßnahmen der EU für sozial schwache Haushalte in ganz Europa abfedern sollte. Außerdem war die strategische Autonomie im Energiesektor auf der Tagesordnung des Europäischen Rates.
Das Team des Europa-Instituts hatte die Ehre und die Verantwortung, die Rolle der Europäischen Kommission zu übernehmen, die die Ausarbeitung des Gesetzgebungsvorschlags für den „Europäischen Sozialen Klima Fonds“ umfasste. Dabei verbrachte das Team schon viel Zeit mit dem Entwerfen des Verordnungsvorschlags in der Vorweihnachtszeit und trug somit einen erheblichen Teil dazu bei, dass die Simulation überhaupt stattfinden konnte. Auch in Wales übernahmen die Studierenden des Europa Instituts in ihrer Rolle als Kommission Verantwortung und leiteten durch das simulierte Gesetzgebungsverfahren. Das Team wurde von den EuroSim-Gastgebern für seine hervorragende Entwurfsarbeit und Unterstützung vor Ort gelobt.
Neben der akademischen Komponente hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Städte Cardiff und Newport zu entdecken, das St. Faggans Museum zu besuchen und sich bei einem Galadinner, den zahlreichen Kaffeepausen sowie einer Abschlussfeier mit den anderen Teilnehmern auszutauschen. Wir gratulieren dem gesamten Team für seine bemerkenswerte Gruppenleistung und wünschen ihnen viel Erfolg für die weitere Zukunft. Finanziell unterstützt wurde das Team durch ein sogenanntes PROMOS Stipendium über das DAAD-Programm ("PROMOS") zur Steigerung der internationalen Mobilität von Studierenden der Universität des Saarlandes.
Untenstehend finden sich eine Reihe von Erfahrungsberichten von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an EuroSim - einfach auf das Buchsymbol klicken und nachlesen, was unsere erfolgreichen Teammitglieder über ihre Teilnahme an EuroSim zu berichten haben!