Willem C. Vis – International Commercial Arbitration Moot Court


Der Vis Moot Court in Wien wird vom Verein zur Veranstaltung und Förderung des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot organisiert in Zusammenarbeit mit UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law), renommierten Schiedsinstitutionen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Wien. Schiedsrichter des Wettbewerbs sind Richter, Anwälte und Professoren aus der ganzen Welt. Ziel des Moot Courts ist es, das Studium von internationalem Zivil- und Handelsrecht und Streitschlichtung für Streitigkeiten im internationalen Business-Bereich durch die konkrete Anwendung eines Problems zu unterstützen.

Im Rahmen des über sechs Monate dauernden Wettbewerbs zum internationalen Kaufrecht und Schiedsverfahrensrecht müssen die Teilnehmer sehr gute Recherchekenntnisse, hervorragende Argumentationsfähigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe sowie Teamfähigkeit beweisen. 

Die Studierenden erarbeiten zunächst gemeinsam komplexe englische Schriftsätze, die einer internationalen Jury vorgelegt werden. Im Anschluss daran liegt der Fokus auf der Präsentation ausgefeilter und auf den Punkt gebrachter Vorträge zu den wichtigsten rechtlichen Problemstellungen.

Probeverhandlungen, Übungen und vorbereitende Wettbewerbe zum Moot Court in Wien finden im Vorfeld regelmäßig in verschiedenen europäischen Städten statt. Eine Teilnahme am Vis Moot Court ist Studierenden erst nach Beendigung des Studiengangs am Europa-Institut möglich.


Der 27. Willem C. Vis Moot - Ein ganz besonderer Moot


 

Für das Team der Universität des Saarlandes endete der 27. Vis Moot kurz vor Ostern nicht wie üblich mit dem Awards Banquett, sondern mit dem Herunterfahren des Laptops. Nach fast acht Monaten harter Arbeit, Reisen, Leidenschaft, Vorbereitung und Durchhaltevermögen hat der 27. Willem C. Vis Moot seinen Abschluss gefunden.

Das diesjährige Team der Universität des Saarlandes kann zurückschauen auf eine spannende Zeit, gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen, die sie von nun an das weitere Leben lang begleiten werden. Das Team nahm an zahlreichen Pre-Moots in Zenica, London, Helsinki, Frankfurt, Marburg und Erlangen teil und besuchte darüber hinaus Anwaltskanzleien in ganz Deutschland. Leider verschonte die derzeitige Krise auch diesen Wettbewerb nicht und machte eine Durchführung des Wettbewerbs in Wien unmöglich. Daher wurde dieser online – unter Mobilisierung aller Ressourcen seitens der Veranstalter – mithilfe von Videokonferenzen möglich gemacht.


 

Auch die Mooties der Universität des Saarlandes haben teilgenommen und sind trotz großer Umstellung angetreten beim ersten virtuellen Willem C. Vis Moot Court. Das hat der Internationalität des Wettbewerbs keinen Abbruch getan. Das saarländische Team trat an gegen Teams aus Brasilien, Polen, Indien und Usbekistan. Trotz beindruckender Performance der beiden „Speaker“ reichte es leider nicht für die Runde der besten 64 Teams. Nichtsdestotrotz hat sich die harte Zusammenarbeit der letzten Monate auf andere Weise ausgezahlt und die Mooties sind dankbar für die Erfahrungen, die sie gemacht haben, und die Unterstützung ihrer Coaches. Ein großer Dank gilt dabei vor allem Prof. Dr. Dr. h.c. Rüßmann, dessen Einsatz für das Team und Begeisterung für den Vis Moot beispiellos ist. Auch Pieter Van Vaerenbergh hat sich als Coach des Teams eingesetzt und dazu beigetragen, dass aus sieben anfangs fremden Menschen ein Team wurde. Ein weiterer Dank gilt auch den anderen Coaches Ben Köhler, Eva Wingler und Anna Marie Faymonville für ihre Unterstützung und Arbeit, die sie in die Vorbereitung des Moots gesteckt haben.

Der Vis Moot ist nun zwar offiziell vorbei, sie können nun aber als zukünftige Alumni teilhaben an den noch kommenden Wettbewerben in Wien. Auch die Freundschaften, die das Team bis zur Absage des Wettbewerbs schließen konnten, werden sie so schnell nicht vergessen. Sie haben sich fest vorgenommen, nächstes Jahr gemeinsam nach Wien zu fahren, um die anderen Teams dort zu treffen und das Gefühl des Vis Moot Courts in Wien einmal live mitzuerleben.

Danksagung

Zum Schluss möchte sich das Team von ganzem Herzen bei allen Unterstützern, Supportern und Coaches bedanken. Die Teilnahme am Moot und die Reisen wurden ermöglicht durch eine Spende der Universitätsgesellschaft aus dem Nachlass von Wilhelm Pelletier, durch Mittel der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes sowie Spenden der Stiftung des Verbandes der Metall - und Elektroindustrie des Saarlandes e.V., der SHS Stahl-Holding-Saar, Noerr LLP, Flegl Rechtsanwälte GmbH, Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Anton sowie Dr. Thomas Berrang.

Es berichtete für das Team Jennifer Wassenberg


Großzügige Spende vom "alten" ans neue Vis Moot Team

Die Teilnehmer des Vis Moot Courts 2019 erhielten im Rahmen der Eröffnungsfeier 2019/2020des Europa-Instituts den Preis der ASKO-EUROPA-STIFTUNG, der mit 1.500 Euro dotiert war. Den Preis überreichte Klaus-Peter Beck, Vorsitzender des Kuratoriums der ASKO EUROPA-STIFTUNG an die Mitglieder des Vis Moot Teams 2019 den Masterstudenten des Europa-Instituts Afolabi Adekemi, Filip Matković, Tamar Shvelidze, Viktorija Rajić, Xingyan Ren und Vishakha Choudhary. Betreut wurde das Team von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. em. Helmut Rüßmann, Ass. iur. Ben Köhler und Dipl. iur. Anja Neufing. 

Wie auch im letzten Jahr spendete das Team postwendend die Hälfte ihres Preisgeldes an das neue Team, das 2020 am 27. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot teilnehmen wird, damit sie an noch mehr Pre-Moots teilnehmen können.