Neue Kooperation des Europa-Instituts mit der Regent’s University, London


Seit dem Studienjahr 2019/2020 besteht eine neue Kooperation zwischen dem Europa-Institut der Universität des Saarlandes und der Regent‘s University in London. Die renommierte Privatuniversität, gelegen im Londoner Regent’s Park, bietet ihren Studierenden aus aktuell ca. 130 Ländern eine große Bandbreite an Studienangeboten, u.a. in den Bereichen Business & Management, Liberal Arts & Humanities sowie Film & Media.

Im Zuge dessen fand in Zusammenarbeit mit Professor Yossi Mekelberg (Professor of International Relations, Regent’s University) im Januar 2020 in London ein exklusiv für Studierende des Europa-Instituts konzipierter Kurs mit Schwerpunkt International Relations statt, in dessen Rahmen gemeinsam mit Studierenden der Regent’s University eine Model Diplomacy NSC Simulation zum Thema „Collapse in Venezuela“ durchgeführt wurde.

Die TeilnehmerInnen nahmen hierbei die Rolle der Mitglieder des National Security Council (NSC) ein und diskutierten die Position der USA sowie weiteren Interessensvertretern im Hinblick auf einen wahrscheinlichen Staatszerfall und wirtschaftlichen Zusammenbruch Venezuelas als auch die damit einhergehende Verschlechterung der humanitären Lage vor Ort. Im Plenum und in Arbeitsgruppen wurden verschiedene Szenarien durchgespielt und Optionen erörtert, die die kontinuierliche Destabilisierung des Landes aufhalten und einen vollständigen Kollaps verhindern sollten. Ziel war es, die regionale Sicherheit auf dem südamerikanischen Kontinent und den Schutz der Menschenrechte in Venezuela zu gewährleisten sowie die Risiken einer militärischen Intervention und die Folge umfassender Wirtschaftssanktionen abzuwägen.

In der Vorbereitungsphase wurden die Teilnehmer von Experten unterstützt: Professor Yossi Mekelberg ging in seinem Vortrag neben den Grundzügen der Diplomatie gezielt auf diplomatische Verhandlungsstrategien ein. Vertiefend hierzu ergänzte Professor Oscar Guardiola-Rivera (Professor in Law, Birkbeck University of London) die Besonderheiten der Problematik im Fall Venezuela und diskutierte mit den Studierenden über den aktuellen Stand der Krise sowie der generellen Situation in Lateinamerika.

Zeitgleich nahm ein für Europa einschneidendes Ereignis seinen Lauf: der offizielle Austritt Englands am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union. Ein wenig Licht in den Brexit-Dschungel brachte Professor Stephen Barber (Professor of Global Affairs, Regent’s University), der sich während der Kick-off Veranstaltung bei Fish & Chips die Zeit nahm, seine Einschätzung zur aktuellen Lage Großbritanniens zu erläutern.

Weitere Programmhöhepunkte waren sicherlich der Besuch von Chatham House, einem weltweit renommierten Think Tank und der Podiumsdiskussion mit Dr. Dhananjayan Sriskandarajah (CEO, Oxfam UK), sowie die Führung durch das britischen Parlament an Tag 1 nach dem Brexit.

Die Kooperation des Europa-Instituts und der Regent’s University ermöglicht es den Studierenden beider Seiten, ihr fachspezifisches Know-how zu erweitern, Netzwerke auszubauen sowie wertvolle und praktische Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft zu sammeln.