WILLEM C. VIS – International Commercial Arbitration Moot Court


Der VIS Moot Court in Wien wird vom Verein zur Veranstaltung und Förderung des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot organisiert in Zusammenarbeit mit UNCITRAL (United Nations Commission on International Trade Law), renommierten Schiedsinstitutionen und der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Wien. Schiedsrichter des Wettbewerbs sind Richter, Anwälte und Professoren aus der ganzen Welt. Ziel des Moot Courts ist es, das Studium von internationalem Zivil- und Handelsrecht und Streitschlichtung für Streitigkeiten im internationalen Business-Bereich durch die konkrete Anwendung eines Problems zu unterstützen.

Im Rahmen des über sechs Monate dauernden Wettbewerbs zum internationalen Kaufrecht und Schiedsverfahrensrecht müssen die Teilnehmer sehr gute Recherchekenntnisse, hervorragende Argumentationsfähigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe sowie Teamfähigkeit beweisen. 

Die Studierenden erarbeiten zunächst gemeinsam komplexe englische Schriftsätze, die einer internationalen Jury vorgelegt werden. Im Anschluss daran liegt der Fokus auf der Präsentation ausgefeilter und auf den Punkt gebrachter Vorträge zu den wichtigsten rechtlichen Problemstellungen.

Probeverhandlungen, Übungen und vorbereitende Wettbewerbe zum Moot Court in Wien finden im Vorfeld regelmäßig in verschiedenen europäischen Städten statt. Eine Teilnahme am VIS Moot Court ist Studierenden erst nach Beendigung des Studiengangs am Europa-Institut möglich.



Großzügige Spende vom "alten" ans neue VIS Moot Team

Die Teilnehmer des VIS Moot Courts 2018 erhielten im Rahmen der Eröffnungsfeier des Europa-Instituts den Preis der ASKO-EUROPA-STIFTUNG, der in diesem Jahr mit 1.200 Euro dotiert war. Den Preis überreichte Klaus-Peter Beck, Vorsitzender des Kuratoriums der ASKO EUROPA-STIFTUNG an die vier Mitglieder des VIS Moot Teams 2018 den ehemaligen Studierenden des Masterprogramms im Europäischen und Internationalen Recht Aliz Káposznyák aus Ungarn, Andrés Eduardo Alvarado Garzón aus Kolumbien und Pieter Van Vaerenbergh aus Belgien gemeinsam mit der Studierenden des deutschen Rechts Selina Stachowitz. Betreut wurde das Team von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. em. Helmut Rüßmann, Ass. iur. Ben Köhler und Dipl. iur. Anja Neufing. Aliz Káposznyák wurde mit einer sog. „honourable mention“ für besonders hervorragende individuelle Sprecherleistungen einer Teamsprecherin ausgezeichnet und konnte sich durch überragende Sprecherqualitäten und Verhandlungsgeschick von der Masse abheben. Sie zählte damit zu den besten Sprechern des Wettbewerbs.

Wie auch im letzten Jahr spendete das Team postwendend die Hälfte ihres Preisgeldes an das neue Team, das 2019 am 26. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot teilnehmen wird, damit sie an noch mehr Pre-Moots teilnehmen können. Wir wünschen dem neuen Team alles Gute und bedanken uns bei dem "alten" Team für die großzügige Spende!

 

 


Erfolgreiches Saarbrücker Team 2018

2018 fand zum 25. Mal der weltweit renommierte "Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot"-Wettbewerb in Wien statt und auch in diesem Jahr entsandte die Universität des Saarlandes wieder ein vierköpfiges Team nach Wien, um in einem fiktiven Schiedsverfahren Kläger- und Beklagtenseite vor einer internationalen Jury gegen über 360 Teams aus aller Welt in englischer Sprache zu vertreten.

Das Team der Universität des Saarlandes kehrte mit einer Auszeichnung, einer sog. „honourable mention“, für besonders hervorragende individuelle Sprecherleistungen einer Teamsprecherin zurück. Aliz Káposznyák konnte sich durch überragende Sprecherqualitäten und Verhandlungsgeschick bei über 360 Teams aus aller Welt von der Masse abheben und zählt somit zu den besten Sprechern des Wettbewerbs.

Im Rahmen des sechsmonatigen Wettbewerbs werden in jedem Jahr interessante Fragestellungen des internationalen Kaufrechts sowie des Schiedsverfahrensrechts in einem fiktiven Fall thematisiert. Die anwendbaren Schiedsregeln wechseln hierbei jährlich. In diesem Jahr standen die UNCITRAL Arbitration Rules im Fokus der Betrachtung und verlangten den Studierenden detaillierte Kenntnisse ab. Von Oktober bis Januar konnten die Studierenden diese gemeinsam beim Erstellen englischsprachiger Schriftsätze für Kläger- und Beklagtenseite unter Beweis stellen. Bewertet wurden die Schriftsätze von einer internationalen Jury. Zentral kam es dabei auf sehr gute Recherchekenntnisse, hervorragende Argumentationsfähigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe sowie Teamfähigkeit an. 

Ab Februar wechselte der Wettbewerb sodann in die mündliche Phase, in der die Präsentation ausgefeilter Plädoyers zu den zentralen Rechtsproblemen des Falles im Mittelpunkt stand. Zum Erlernen und Vertiefen der Plädoyertechnik traten die Studierenden gegen Teams anderer deutscher, europäischer und internationaler Universitäten in Probeverhandlungen in Zürich, Stuttgart, Mostar (Bosnien), London, Paris, Frankfurt, Düsseldorf und Belgrad in juristischen Fakultäten sowie in ortsansässigen Kanzleien an.

Krönender Abschluss des Wettbewerbs bildeten die finalen Verhandlungen in Wien vom 23. bis 29. März 2018, bei denen jeweils zwei der vier Teammitglieder in insgesamt vier mündlichen Verhandlungen gegen Universitäten aus Brasilien, Georgien, Japan und Peru antraten. Sie schlüpften dabei in die Rolle der Anwälte und hielten vor dreiköpfigen international besetzten Schiedsgerichten 15-minütige Plädoyers in englischer Sprache.

Das Team um die Master-Studenten Aliz Káposznyák, Andrés Eduardo Alvarado Garzón und Pieter Van Vaerenbergh sowie die deutsche Rechtsstudentin Selina Stachowitz konnte hierbei nicht nur juristische Fähigkeiten und persönliches Auftreten perfektionieren, sondern auch auf internationaler Bühne Kontakte knüpfen und langfristige Freundschaften schließen und so das Saarland mit Saar-Uni und Europa-Institut über viele Ländergrenzen hinaus bekannt machen. Auch neben der Sprecher-Auszeichnung beim feierlichen Abschlussbankett hat sich daher die harte Arbeit des Teams in den letzten Monaten mehr als gelohnt!

Betreut wurde das Team von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. em. Helmut Rüßmann, Ass. iur. Ben Köhler und Dipl. iur. Anja Neufing.

Ermöglicht wurden die Teilnahme und die Reisen durch eine Zuwendung der Universitätsgesellschaft aus dem Nachlass von Wilhelm Pelletier, Mittel der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes sowie durch eine Spende der Stiftung ME Saar, eine Spende des Moot-Teams 2016/2017, eine Spende der AG der Dillinger Hüttenwerke sowie von Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Anton. Auch Professor Stefan Weber, Anwalt in Wien und Dozent am Europa-Institut, unterstützte das Team vor Ort tatkräftig. Des Weiteren unterstützten das Förderprogramm UdS mobil mit Mitteln des DAAD, der Lehrstuhl von Professor Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek sowie das Europa-Institut und der Internationalisierungsfonds der Universität des Saarlandes die Teilnahme. Das Team dankt auch auf diesem Wege erneut allen Unterstützern, ohne die die Teilnahme nicht möglich gewesen wäre.

Bericht von Anja Neufing