Neuer Masterstudiengang "Law and Gender"

Pilotprojekt aus einer Kooperation mit sechs Universitäten startet 2021/22

Das Europa-Institut der Universität des Saarlandes arbeitet seit September 2019 zusammen mit fünf weiteren Universitäten der Europäischen Union und Beitrittskandidaten, namentlich LUMSA Universität Rom-Palermo (Italien), Orebro Universität (Schweden), Universität Cadiz (Spanien) und der Universität Belgrad (Serbien) an dem Aufbau eines neuen Masterstudiengangs in Rechtswissenschaften. Das Projekt wird von der Universität Belgrad geleitet.

Ziel des Projekts ist es, die Ausbildung von Jurastudierenden in einer gendersensiblen Weise zu gestalten und somit zum Gender Mainstreaming beizutragen. Der Ansatz des Gender Mainstreaming berücksichtigt, dass Regelungen für Lebenswirklichkeiten von Menschen unterschiedlichen Geschlechts unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Durch die Implementierung dieses Ansatzes in die Ausbildung soll eine geschlechtssensible Rekonstruktion aller relevanten Bereiche der juristischen Wissensproduktion erreicht werden. Dies soll zu einer sozialen integrativen Hochschulbildung beitragen, um die Qualität der juristischen Ausbildung in Europa und der Welt zu verbessern. Durch die innovative gendersensible Ausbildung zukünftiger Juristinnen und Juristen soll eine umfassende Sensibilisierung erfolgen und dadurch eine soziale Gesetzgebung sowie eine bessere Auslegung und Umsetzung des Rechts gewährleistet werden.

Der Masterstudiengang beinhaltet vier Pflichtkurse sowie dreizehn Wahlkurse, aus denen die Studierenden drei belegen müssen. Zusätzlich wird es die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen in einer Legal Clinic zu erlangen. Das Masterprogramm wird erstmals 2021/2022 als Pilotprojekt eingeführt.

Die Webseite dazu findet sich hier: http://lawgem.ius.bg.ac.rs/

Mehr Informationen finden sich auch hier.